WIRTSCHAFTSVERKEHRE FRANKFURTRHEINMAIN

Städte und Metropolregionen stehen durch das enorme Bevölkerungswachstum vor großen Aufgaben: Belieferung und Zustellung von Gütern, Waren und Päckchen, auf die heute etwa ein Drittel des Verkehrs in Städten anfällt, stellen die Dienstleister schon heute vor große Herausforderungen, weil Haltebuchten häufig zugeparkt sind, Staus die schnelle Zustellung verzögern und Fahrverbote den Einsatz von Lieferfahrzeugen mit Dieselmotoren einschränken.

Die Herausforderungen werden auf absehbare Zeit wachsen, weil der Online-Handel Marktanteile gewinnt und die Zahl der Sendungen wachsen wird. Der Gesamtwert der bestellten Waren wird von heute 58 Milliarden Euro bis 2021 auf mehr als 80 Milliarden Euro zunehmen. Allein die Zahl der Sendungen, die Kurier-, Express- und Paketdienstleister zustellen, wird im gleichen Zeitraum von 3,3 Milliarden Einheiten auf 4,1 Milliarden Sendungen wachsen.

Um Belieferung und Zustellung auch für die Zukunft sicher zu stellen und Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, müssen neue Konzepte entwickelt werden. Daran arbeiten die Partner des Arbeitskreises „Frankfurter Wirtschaftsverkehr“. Der Arbeitskreis ist 2012 aus einer Zukunftsklausur der IHK Frankfurt am Main hervorgegangen. Das House of Logistics and Mobility (HOLM) und die IHK Frankfurt am Main haben den Arbeitskreis im März 2013 konsultiert und die Fachgruppen „Baulogistik“, „Datengrundlage und Modellierung“ und „Kooperationsmodelle auf der letzten Meile“ eingerichtet.

2016 haben die Stadt Frankfurt am Main, die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) und das House of Logistics and Mobility (HOLM) eine Rahmenkooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die urbanen Wirtschaftsverkehre in Frankfurt zu optimieren. Seit 2018 wird das Projekt von der PERFORM Zukunftsinitiative FrankfurtRheinMain mitfinanziert und unterstütz. Ziel ist es gemeinsam die Metropolregion FrankfurtRheinMain zu stärken und die Zukunft mit innovativen Projekten im Zeitalter der Digitalisierung voranzutreiben.